Warum der digitale Zwilling Ihr Unternehmen effizienter macht

Viele Unternehmen verfügen über Gebäudebestände, die über viele Jahre hinweg gewachsen sind. Häufig ist unklar, wo welche Gebäude stehen, welche Bauteile verbaut wurden oder in welchem Zustand sich die technischen Anlagen befinden. Pläne sind unvollständig, Daten sind nicht zentralisiert oder nur schwer zugänglich. Das erschwert Investitionsentscheidungen, verlängert Planungsprozesse, erhöht die Unsicherheit bei Kosten und lässt die Risiken steigen.

Ein digitaler Zwilling schafft hier Transparenz und liefert eine verlässliche Entscheidungsgrundlage. Mit strukturierten und aktuellen Gebäudedaten können Prozesse effizienter gestaltet, Kosten reduziert und Innovationen schneller umgesetzt werden. Unternehmen erhalten damit einen echten Wettbewerbsvorteil.

 

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Was der digitale Zwilling ist und wo der Unterschied zum BIM Modell liegt

Ein digitaler Zwilling ist die digitale Darstellung eines realen Gebäudes mit allen relevanten Informationen zu Bauteilen, Materialien, Technik, Zustand und Nutzung. Er macht Daten zentral verfügbar und ermöglicht Auswertungen, Analysen und Simulationen.

Das BIM Modell bildet dafür die bauliche Grundlage. Es beschreibt die Geometrie und die Eigenschaften der Bauteile. Der digitale Zwilling entsteht, wenn dieses Modell erweitert wird und im laufenden Betrieb nutzbar ist. Kurz gesagt: Das BIM Modell liefert die Basis, der digitale Zwilling liefert den Mehrwert während der Nutzung des Gebäudes.

 

Mehrwert für Immobilienbewertung und Portfoliostrategie

Ein digitaler Zwilling ermöglicht eine vollständige Erfassung des Gebäudes. Bauteile, Materialien und Anlagen werden dokumentiert und bewertet. Darüber hinaus können auf Basis dieser Daten Simulationen erstellt werden, die verschiedene Sanierungs- oder Modernisierungsszenarien realistisch abbilden. Dadurch lassen sich Sanierungsbedarfe deutlich belastbarer bestimmen.

Ein konkretes Beispiel:
Durch die digitale Erfassung wird sichtbar, dass eine ältere Dachfläche nur eine geringe Dämmstärke besitzt und hohe Wärmeverluste verursacht. Auf Basis der hinterlegten Flächen, Materialschichten und technischen Kennwerte lassen sich verschiedene Sanierungsvarianten unmittelbar durchrechnen und vergleichen. Das System zeigt nicht nur den aktuellen energetischen Zustand, sondern simuliert auch, wie sich unterschiedliche Dämmstärken auf den Energieverbrauch, die Wirtschaftlichkeit und die zukünftigen Betriebskosten auswirken würden. Dadurch werden Entscheidungen datenbasiert, dynamisch und deutlich fundierter als bei einer rein statischen Bewertung.

Für die Portfoliostrategie entsteht so ein klarer Überblick über Gebäude mit hohem Modernisierungsbedarf und Standorte, bei denen sich Investitionen besonders lohnen. Unternehmen können Maßnahmen priorisieren und Entwicklungsentscheidungen fundiert treffen.

 

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Mehrwert für den Gebäudebetrieb

Im Betrieb unterstützt der digitale Zwilling vor allem die Instandhaltung und das Energiemanagement. Anlagenzustände und Laufzeiten können ausgewertet werden, sodass frühzeitig sichtbar wird, wenn eine Störung bevorsteht. Predictive Maintenance, also vorausschauende Wartung auf Basis von Datenmustern, wird dadurch möglich. Das reduziert ungeplante Ausfälle und senkt Wartungskosten.

Gleichzeitig lassen sich Energieverbräuche analysieren und Szenarien testen. Optimierungen bei Betriebszeiten oder Temperaturvorgaben führen typischerweise zu Einsparungen von etwa 5% bis 10%.

Ein praktisches Beispiel: Im digitalen Modell wird sichtbar, dass eine zentrale Lüftungsanlage zu bestimmten Zeiten eine ungewöhnlich hohe Stromaufnahme und verlängerte Anlaufphasen zeigt. Durch die Verknüpfung von Betriebsdaten und technischen Kennwerten kann simuliert werden, ob die Ursache ein verschmutzter Filter, eine fehlerhafte Klappenstellung oder ein sinkender Wirkungsgrad des Ventilators ist. Gleichzeitig lässt sich prüfen, wie unterschiedliche Steuerungsvarianten den Energiebedarf beeinflussen. So wird erkennbar, welche Maßnahme sowohl den Verbrauch senkt als auch die Anlage schont.

Mehrwert für Prozesse in Produktion und Logistik

Wenn Maschinen oder logistische Systeme in den digitalen Zwilling eingebunden werden, lassen sich Rüstzeiten, Auslastungen oder Störungen gezielt auswerten. Viele Unternehmen erzielen damit Verbesserungen im Bereich von etwa 10% bis 15%.
Ein zusätzlicher Vorteil: Prozessketten werden transparenter. Wenn sichtbar wird, an welchen Stationen Engpässe auftreten, können Abläufe gezielt angepasst, Wartungsfenster besser geplant und Betriebskosten gesenkt werden.

So erstellen Sie Ihren digitalen Zwilling

 

1. Ziele festlegen
Als erstes müssen Zweck und Anforderungen definiert werden. Die Zielsetzung bestimmt, welche Informationen benötigt werden und wie detailreich das Modell aufgebaut sein soll.

2. Daten erfassen
Im nächsten Schritt werden Bestandsdaten zusammengestellt und fehlende Informationen ergänzt. Ein 3D-Scan liefert dabei die nötige Grundlage, um eine vollständige und saubere Datenerfassung sicherzustellen.

3. Modell erstellen
Auf dieser Datenbasis wird ein BIM Modell aufgebaut. Es beschreibt das Gebäude mit seinen Bauteilen, Materialien und technischen Anlagen fachlich korrekt und bildet die strukturierte Grundlage des digitalen Zwillings.

4. Software einbinden
Für die Nutzung im Betrieb muss das Modell mit geeigneten Systemen verbunden werden. Instandhaltung, Energie oder Prozessdaten benötigen zusätzliche Software wie CAFM Systeme, Energiemanagementsysteme oder IoT Plattformen. Erst diese Integration ermöglicht die praktische Anwendung des digitalen Zwillings.

5. Nutzen und analysieren
Abschließend kann das Modell für Wartungs- und Modernisierungsplanungen eingesetzt werden. Es unterstützt eine vereinfachte Instandhaltung, reduziert Ausfallzeiten und schafft eine transparente Übersicht, die Kosten- und Energieoptimierung sowie strategische Entscheidungen erleichtert.

 

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